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26.07.2014

Ich mache mir sehr oft Gedanken darüber, wie es wäre, tot zu sein. Auch über den Weg den ich wählen würde um zu sterben. Doch jedes mal erinnere ich mich daran, wie feige diesen Weg andere finden. Ich selbst habe das Gefühl, dass ich nicht stark genug bin mich umzubringen. Man ist nicht schwach, wenn man suicid begeht aber es erfordert weitaus mehr Stärke zu leben, besonders wenn man die Hoffnung längst aufgegeben hat. Ich weiß das. Ich habe die Hoffnung aufgegeben, aber ich wage es nicht diesen entscheidenden Schritt zu gehen, ich habe Angst davor meine Familie und Freunde zurück zulassen. Ich kann es ja jetzt schon kaum ertragen, dass sie wegen mir Leiden. Eine Depression lässt sich in meiner Meinung so ausdrücken:

Vor dir liegt ein weiter Weg. Kein Ende in Sicht. Du kannst den Weg nicht verlassen, denn neben dem Weg klafft nur ein schwarzer Abgrund. Es ist völlig normal dass sich ein Mensch vor der Dunkelheit und dem Ungewissen fürchtet, also gehst du den Weg entlang. Vor dir auf dem Weg liegen unmengen an Steinen. Sie bedecken den ganzen Boden und sobald du einen Schritt machst stolperst du und fällst auf den Boden. Die Anderen haben einen eigenen Weg, doch bei ihnen liegen nur vereinzelt Steine. Natürlich stolpern auch sie über Steine, aber bei weitem nicht über so viele wie du. Sie rappeln sich auf und gehen weiter. Natürlich hat der Sturz weh getan, aber der nächste Stein ist so weit entfernt, dass sie ihn noch nicht sehen können. Du beneidest sie. Du fällst über jeden Stein, der dir in den Weg kommt. Du fällst und rappelst dich wieder auf, immer wieder. Der Schmerz durchfährt deinen Körper und du hast nicht die Zeit dich davon zu erholen, denn du kannst nicht stehen bleiben. Du musst immer weiter gehen und immer wieder fällst du hin. Der Schmerz wird unerträglich und du sehnst dich dannach, einen freien Weg vor dir zu haben. Doch du gibst die Hoffnung noch nicht auf. Du gehst weiter und immer weiter, Stein für Stein rappelst du dich wieder auf. Du beißt die Zähne zusammen und gehst weiter. Irgendwann wird der Schmerz so stark sein, dass du mit dem Gedanken spielst den Weg zu verlassen. In die Dunkelheit, das Unbekannte zu stürzen. Du hast Angst davor was dich erwartet und folgst weiter deinem Weg. Weißt du was dieser Abgrung in meiner Metapher bedeutet? Der Abgrund ist der Tod. Einige geben die Hoffnung auf und machen diesen einen entscheidenden Schritt zur Seite. Sie wollen nicht weiter unter den unerträglichen Schmerzen leiden. Sie geben auf. Doch du hast noch Hoffnung. Du weißt dass am Ende dieses steinigen Weges eine gut geteerte Straße wartet. Eine Straße auf der du dich von den Schmerzen erholen kannst. Das Leben ist zu wertvoll um es einfach weg zuschmeißen, doch auch deine Hoffnung auf eine bessere Zukunft schwindet.

Jetzt sag mir, was würdest du an meiner Stelle tun? Es gibt schwache und starke Leute. Es gibt die, die früher aufgeben und die, die später in den Abgrund springen. Aber es gibt auch die, die es bis ans Ende des steinigen Pfads schaffen. Doch auch sie brauchen lange, sehr lange um die Schmerzen zu vergessen, um den Weg zu geniesen und um das Leben zu lieben.



26.7.14 01:47
 
Letzte Einträge: 14.10.2014


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