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28.08.2014

Die Zeit

Man sagt, Zeit heilt alle Wunden. Wieso habe ich das Gefühl, dass die Zeit mein Feind ist?

Man sagt, die schlechten Dinge gehen vorüber. Aber wieso müssen die Guten auch gehen?

Man sagt, alles wird Gut. Doch, der Schmerz kehrt immer wieder.


Ich hab angst vor der Zukunft. Angst vor dem was Morgen ist. Davor nicht zu wissen, was passieren wird und noch mehr Angst, vor dem, was ich weiß. Ich hasse die Zeit, weil ich weiß, dass das vor dem ich Angst habe unweigerlich kommen wird. Andere sagen, es geht vorüber, doch dann habe ich Angst vor dem was als nächstes kommt. Ich habe Angst vor der Zeit. Wieso kann nicht alles so bleiben, wie es ist, wenn es mir gut geht? Wieso kommt der nächste Tiefschlag unweigerlich? Die Leute sagen, man soll im Moment leben, nicht in der Vergangenheit. Wieso lebe ich in der Zukunft?


Man sagt, ein gesunder Geist weilt in einem gesunden Körper, wenn mein kranker Geist meinem Körper schadet? Setzt diese Weißheit nicht vorraus, dass wer einen gesunden Körper hat, auch einen gesunden Geist hat?


Wieso plagen mich die Fragen, wieso hab ich keine Antworten. Wieso habe ich angst vor diesen Fragen und angst davor die Antwort nicht zu kennen?


Die Angst ist mein stetiger Begleiter. Ich habe Angst vor der Zukunft und bereue Angst vor der Vergangenheit gehabt zu haben. Ich möchte im Hier und Jetzt leben, aber meine Gedanken schweifen die ganze Zeit um die Zukunft.


Wann ich keine Angst habe? Wenn ich schlafe! Wieso? Ich weiß es nicht.


Wenn ich wach bin zerfrisst mich die Angst. Sie strömt durch meinen Körper, lähmt mich, belagert meine Gefühle, mein denken, mein Gewissen. Kann mich jemand davon heilen?


Die Zeit heilt alle Wunden, wieso habe ich dann das Gefühl, dass die Zeit mein Feind ist?

28.8.14 02:43


02.08.2014

Ich glaube, mein Vergleich hinkt ein bisschen. Ich schätze es sind nicht viele Steine über die man fällt. Manchmal reichen kleine Steine aus, doch es gibt auch Zeiten in denen kein Stein im weg liegt aber man trotzdem nicht vorwerts kommt. Ich habe einen besseren Vergeich:

Stell dir vor, du sitzt in einem Loch fest. Tief im Boden und über dir hängt ein Felsbrocken, der hinunter stürzt, wenn man aufgegeben hat, zu kämpfen. Wenn man aufgegeben hat aus dem Loch herraus zu kommen. Du sitzt am Boden und versuchst immer wieder aus dem Loch zu klettern. In der Wand sind einige Stellen, an denen man empor klettern kann. Und jedesmal wenn du es versuchst kommst du ein Stück nach oben. Ein Stück näher an die Freiheit. Und dann, stürzt du wieder. Die Schmerzen lähmen dich und einige Zeit wirst du brauchen, bevor du es wieder versuchen kannst. Aber die Hoffnung in dir ist noch nicht komplett tot. Der Stein wackelt, aber er fällt nicht. Du versuchst es immer wieder, immer und immer wieder. Die Anderen Schauen von oben herrab. Sie lachen über dich, weil du in dem Loch festsitzt in dass sie dich gestoßen haben. Oder auch einfach nur, weil du nicht gut genug bist um wieder hinauszukommen, wenn du von selbst hinein gefallen bist. Wenn du die Hoffnung nicht aufgibst wirst du eines Tages aus dem Loch klettern können. Du wirst lange dazu brauchen, die einen länger, die anderen noch länger. Das hängt natürlich davon ab, wie tief dieses Loch ist. Wenn du oben bist, schwankst du, müde von den Strapatzen und der Anstrengung. Du bist noch nicht sicher, du kannst jederzeit wieder hineinfallen, erst wenn du wieder sicher auf deinen Beinen stehst kannst du weiter gehen. Ist gibt einen geringen unterschied zwischen denjenigen die zurück taumeln und wieder in das Loch fallen. Manche sind Stark und versuchen es immer wieder, geben nicht auf, verlieren nicht die Hoffnung und am Ende wird ihre Mühe belohnt, auch wenn sie wieder fallen und wieder. Die anderen geben auf. Der Stein schwankt zu nächst und wenn der letzte Funkte Hoffnung erlischt fällt er und zermalmt dich. Natürlich gibt es auch die jenigen, die nicht einmal aus dem Loch entkommen können. Jeder ist nur so stark, wie er sein kann. Der eine stirbt früher, der andere später und wiederrum andere, haben noch ein langes Leben vor sich, bevor der Stein neben dem Loch ins Rollen gerät und sie dahin rafft ohne dass sie etwas ändern können. Ich schätze, dass würde man einen nicht selbst verschuldeten Tod nennen. Für jeden Menschen existiert dieses Loch und dieser Fels. Doch die einen wissen sich vor der Gefahr zu schützen, die dieses Loch birgt und bei anderen wiederrum ist das Loch kein Loch, sondern lediglich eine Grube.

2.8.14 02:36


26.07.2014

Ich mache mir sehr oft Gedanken darüber, wie es wäre, tot zu sein. Auch über den Weg den ich wählen würde um zu sterben. Doch jedes mal erinnere ich mich daran, wie feige diesen Weg andere finden. Ich selbst habe das Gefühl, dass ich nicht stark genug bin mich umzubringen. Man ist nicht schwach, wenn man suicid begeht aber es erfordert weitaus mehr Stärke zu leben, besonders wenn man die Hoffnung längst aufgegeben hat. Ich weiß das. Ich habe die Hoffnung aufgegeben, aber ich wage es nicht diesen entscheidenden Schritt zu gehen, ich habe Angst davor meine Familie und Freunde zurück zulassen. Ich kann es ja jetzt schon kaum ertragen, dass sie wegen mir Leiden. Eine Depression lässt sich in meiner Meinung so ausdrücken:

Vor dir liegt ein weiter Weg. Kein Ende in Sicht. Du kannst den Weg nicht verlassen, denn neben dem Weg klafft nur ein schwarzer Abgrund. Es ist völlig normal dass sich ein Mensch vor der Dunkelheit und dem Ungewissen fürchtet, also gehst du den Weg entlang. Vor dir auf dem Weg liegen unmengen an Steinen. Sie bedecken den ganzen Boden und sobald du einen Schritt machst stolperst du und fällst auf den Boden. Die Anderen haben einen eigenen Weg, doch bei ihnen liegen nur vereinzelt Steine. Natürlich stolpern auch sie über Steine, aber bei weitem nicht über so viele wie du. Sie rappeln sich auf und gehen weiter. Natürlich hat der Sturz weh getan, aber der nächste Stein ist so weit entfernt, dass sie ihn noch nicht sehen können. Du beneidest sie. Du fällst über jeden Stein, der dir in den Weg kommt. Du fällst und rappelst dich wieder auf, immer wieder. Der Schmerz durchfährt deinen Körper und du hast nicht die Zeit dich davon zu erholen, denn du kannst nicht stehen bleiben. Du musst immer weiter gehen und immer wieder fällst du hin. Der Schmerz wird unerträglich und du sehnst dich dannach, einen freien Weg vor dir zu haben. Doch du gibst die Hoffnung noch nicht auf. Du gehst weiter und immer weiter, Stein für Stein rappelst du dich wieder auf. Du beißt die Zähne zusammen und gehst weiter. Irgendwann wird der Schmerz so stark sein, dass du mit dem Gedanken spielst den Weg zu verlassen. In die Dunkelheit, das Unbekannte zu stürzen. Du hast Angst davor was dich erwartet und folgst weiter deinem Weg. Weißt du was dieser Abgrung in meiner Metapher bedeutet? Der Abgrund ist der Tod. Einige geben die Hoffnung auf und machen diesen einen entscheidenden Schritt zur Seite. Sie wollen nicht weiter unter den unerträglichen Schmerzen leiden. Sie geben auf. Doch du hast noch Hoffnung. Du weißt dass am Ende dieses steinigen Weges eine gut geteerte Straße wartet. Eine Straße auf der du dich von den Schmerzen erholen kannst. Das Leben ist zu wertvoll um es einfach weg zuschmeißen, doch auch deine Hoffnung auf eine bessere Zukunft schwindet.

Jetzt sag mir, was würdest du an meiner Stelle tun? Es gibt schwache und starke Leute. Es gibt die, die früher aufgeben und die, die später in den Abgrund springen. Aber es gibt auch die, die es bis ans Ende des steinigen Pfads schaffen. Doch auch sie brauchen lange, sehr lange um die Schmerzen zu vergessen, um den Weg zu geniesen und um das Leben zu lieben.



26.7.14 01:47


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